Wie finanziere ich meine Existenzgründung?

 Pro Social Business hilft Ihnen dabei, die geeignete Finanzierung und die besten Fördermöglichkeiten für Ihr Gründungsvorhaben zu finden.

Für das Startkapital einer Gründung gibt es verschiedene Quellen und Förderprogramme, die im Folgenden näher erläutert werden.

Was gehört zum Eigenkapital?

Zum Eigenkapital zählt nicht nur eigenes Bargeld und Sparguthaben, sondern auch Gegenstände wie z. B. Maschinen, Computer oder sonstiges Inventar, das man ins Unternehmen mit einbringt. Zudem wird der Bilanzgewinn ebenso hinzugerechnet wie – falls vorhanden – die Kapitalbeteiligung an einem anderen Unternehmen.

Wie viel Eigenkapital benötige ich zur Existenzgründung?

Es gibt kein festgeschriebenes Gesetz, dass einen bestimmten Anteil des Eigenkapitals vorgibt. Jedoch gilt als Faustregel, dass es nicht weniger als 20 % des Gesamtkapitalbedarfs sein sollten, denn das Eigenkapital ist ein Kriterium für die Kreditwürdigkeit vor den Banken und sorgt nicht zuletzt für eine gewisse Sicherheit in anfänglichen Krisenzeiten.

Welche Eigenkapitalquellen gibt es?

Neben den eigenen Geldmitteln und Sachgütern kann auch geliehenes Geld von Dritten zum Eigenkapital dazugezählt werden. Bei geringen Summen kann es etwa von Verwandten oder Freunden stammen. Ist das Leihen des Geldes aus dem näheren Personenkreis nicht möglich oder handelt es sich um größere Summen, gibt es folgende möglichen Eigenkapitalquellen:

  • Geschäftspartner/Gesellschafter/Business Angels
    Durch das Einbringen ihres Kapitals sind sie Teilhaber am Unternehmen, möchten in der Regel ein gewisses Mitspracherecht haben und sind am Gewinn, aber genauso am Verlust beteiligt. Geschäftspartner haben den Vorteil, dass sie zusätzlich ihr Know-how und ihre tatkräftige Unterstützung mit einbringen. Ein sogenannter Business Angel ist oder war selbst Unternehmer und stellt neben dem Beteiligungskapital vor allem sein Know-how und sein Netzwerk zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu gibt es beim Business Angels Netzwerk Deutschland.
  • Beteiligungsgesellschaften
    Anstelle eines Partners können auch öffentliche oder private Beteiligungsgesellschaften ihr Kapital zu Ihrem Eigenkapital beitragen. Öffentliche Beteiligungsgesellschaften (Mittelständische Beteiligungsgesellschaften – MBGs): Sie sind in jedem Bundesland zu finden. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte stille Beteiligungen an Unternehmen ohne direkten oder strategischen Einfluss der Kapitalgeber. Der Ausstieg aus einem Unternehmen erfolgt zum Nominalwert – das ist der Wert, zu dem die Beteiligungsgesellschaft eingestiegen war. Dafür sind jährliche Abführungen an sie zu zahlen.

  • Über unsern Kooperationspartner MONEX- Mikrofinanzierung Baden- Württemberg e.V. können wir bei den MBG direkte Anträge im Bereich Mikromezzanin stellen!
  • Private Beteiligungsgesellschaften: Sie steuern zum Unternehmen nicht nur Kapital bei, sondern unterstützen es auch aktiv mit ihrem Know-how, etwa durch Mitarbeit in Gremien wie Beirat oder Aufsichtsrat. Ein jährliches Festentgelt wird nicht ausgezahlt, dafür erfolgt der Ausstieg aus dem Unternehmen zum aktuellen Marktwert. Ist das Gründungskonzept riskant, verspricht dafür aber überdurchschnittlichen Erfolge, so beteiligen sich vor allem sogenannte Venture Capital (Risikokapital)-Gesellschaften. Welche Förderprogramme für das Eigenkapital einer Gründung gibt es?
  • Mikromezzaninfonds Deutschland
    Mikromezzaninkapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Aus dem Mikkromezzaninfonds Deutschland erhalten Unternehmen bei Erfüllung der Voraussetzungen stille Beteiligungen – ohne direkten oder strategischen Einfluss der Geldgeber – bis zu 50.000 Euro. Vor allem Klein- und Kleinstunternehmen können mit diesem Fonds ihr Eigenkapital stärken. Die Unternehmen können für die Förderung aus dem Fonds einen Antrag über die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGs) der Bundesländer stellen. Gründer_innen aus Baden Württemberg können eine Förderung aus dem Mikkromezzaninfonds Deutschland auch über MONEX-Mikrofinanzierung Baden-Württemberg e.V. – dem EU-zertifizierten Mikrofinanzierungs-Dienstleister für Gründungen und kleine Unternehmen, beantragen. Dieser arbeitet mit der MBG Baden-Württemberg zusammen und bietet dabei die Vorteile einer intensiven persönlichen Betreuung.
  • INVEST – Zuschuss für private Investoren
    INVEST soll besonders jungen (jünger als 10 Jahre), innovativen Unternehmen bei der Suche nach Kapitalgebern helfen und private Investoren anregen, den Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen. Dafür bekommen die Investoren 20 % des Betrages erstattet, den sie investiert haben, so dass sich das Risiko ihrer Kapitalbeteiligung verringert. Dieser Zuschuss muss nach einer Mindestdauer von drei Jahren nicht zurückgezahlt werden. Auf der Suche nach einem Investor können junge Unternehmen einen Antrag auf den INVEST-Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Bei Erfüllung der Voraussetzungen können sie mit der Förderfähigkeitsbescheinigung bei Investoren um Kapital werben.
  • Förderprogramme der KFW-Bank ERP-Startfonds
    Mit dem ERP-Startfonds fördert die KFW-Bank unter bestimmten Voraussetzungen kleine, innovative Technologieunternehmen in Deutschland, die nicht älter als 10 Jahre sind. Das Unternehmen muss u. a. als Kapitalgesellschaft geführt werden und über einen Leadinvestor (privater Beteiligungspartner oder Beteiligungsgesellschaft) verfügen, denn die KFW-Bank beteiligt sich nur als Co-Investor. Weitere Informationen:  www.kfw.de. ERP-Beteiligungsprogramm Mit diesem Programm unterstützt die KFW-Bank kleine und mittlere Unternehmen. Diese müssen dafür ihre Fördermittel bei einer privaten Beteiligungsgesellschaft beantragen. Die Gesellschaft wiederum erhält durch die KFW-Bank einen günstigen Refinanzierungskredit, so dass ihr die Investition erleichtert wird. Weitere Informationen: www.kfw.de.

Eine weitere Möglichkeit, sein Eigenkapital aufzustocken, ist das Crowdfunding bzw. Crowdinvesting. LINK

Welche Förderkredite für Existenzgründer gibt es?

Kredite speziell für Gründer in Baden-Württemberg?

Für Gründer in Baden-Württemberg ist vor allem die Startfinanzierung 80 von L-Bank und Bürgschaftsbank Baden-Württemberg wichtig. Es ist ein zinsverbilligtest Darlehen zur Förderung von Existenzgründungen von kleinen oder mittleren Unternehmen innerhalb der ersten 3 Gründungsjahre mit einem Gesamtkapitalbedarf von 150.000 Euro.

Der Kredit ist mit einer 80%igen Bürgschaft der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg abgesichert. Ein Antrag für die Startfinanzierung 80 kann bei der Hausbank gestellt werden, die ihn an die L-Bank weiterleitet. Zur Antragstellung muss die Gründerin/der Gründer die Teilnahme an einer Gründungsberatung nachweisen können, die durch die Hausbank bestätigt werden muss. Eine Beratung durch Pro Social Business wird dabei anerkannt. Mehr Informationen unter:  www.l-bank.de oder www.buergschaftsbank.de.

Die wichtigsten öffentlichen Förderkredite, auch Förderdarlehen genannt, sind das ERP-Kapital für Gründung, der ERP-Gründerkredit – Start Geld und der ERP-Gründerkredit – Universell.

  • ERP-Kapital für Gründung
    Bei dem ERP-Kapital für Gründung handelt es sich um einen Kredit bis zu 500.000 Euro, der dem Eigenkapital zugerechnet wird und so den Erhalt weiterer Kredite erleichtert. Gefördert werden Existenzgründungen im Haupterwerb und Unternehmen in der Festigungsphase innerhalb der ersten drei Jahre nach der Gründung.Förderfähig sind u. a. Investitionen wie Grundstücks- und Gebäudekosten, Anschaffung von Anlagen, Computern, Maschinen und Inventar oder die Erstausstattung des Lagers, aber auch immaterielle Investitionen wie Lizenzen und Patente. Eine der Förderbedingungen ist eine Quote der Eigenmittel von 10 %. Das Besondere am ERP-Kapital für Gründung ist die Haftungsfreiheit der Hausbank, die somit dem Kreditantrag leichter zustimmt. Weitere Informationen unter www.kfw.de.
  • ERP-Gründerkredit – Start Geld
    Mit dem ERP-Gründerkredit – Start Geld kann man Investitionen wie die Anschaffung von Maschinen, Anlagen, Computern, Inventar, Gebäudekosten oder Lizenzen und Patente finanzieren, aber auch Betriebsmittel wie Mieten, Personalkosten oder Beratungskosten. Der Höchstbetrag liegt bei 100.000 Euro.Im Gegensatz zum ERP-Kapital für Gründung können auch Gründungen im Nebenerwerb gefördert werden, wenn diese mittelfristig auf den Haupterwerb ausgerichtet sind. Auch junge Unternehmen in der Festigungsphase innerhalb der ersten drei Jahre nach der Gründung können dieses Darlehen beantragen. Weitere Informationen unter www.kfw.de.
  • ERP-Gründerkredit – Universell

Auch der ERP-Gründerkredit – Universell fördert Gründungen sowohl im Haupterwerb als auch im Nebenerwerb, wenn diese auf den Haupterwerb ausgerichtet sind. Es werden Investitionen und Betriebsmittel wie bei Start Geld finanziert und ebenso junge Unternehmen innerhalb der ersten drei Jahre. Der Höchstbetrag ist mit 10 Millionen Euro jedoch wesentlich höher angesetzt. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre und es gibt bis zu 3 tilgungsfreie Anlaufjahre. Weitere Informationen unter www.kfw.de.

Welche Arten von Krediten sind für die Existenzgründung wichtig?

Generell unterscheidet man kurzfristige Kredite mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten und mittelfristige bis langfristige Kredite ab einer Laufzeit von 12 Monaten.

  • Kontokorrentkredit
    Hierbei handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit für laufende Rechnungen über das Geschäftskonto, bei dem vorher eine maximale Höchstgrenze, die Kreditlinie, festgesetzt wurde. Als kurzfristiges Finanzierungsmittel eignet er sich, um fällige Rechnungen fristgerecht bezahlen zu können, nicht jedoch, um große Investitionen wie die Anschaffung von Maschinen und Anlagen zu finanzieren.
  • Investitionskredit
    Als mittel- bis langfristiger Kredit nutzt man ihn zur Finanzierung des Anlagevermögens, wie Maschinen, Grundstück, Gebäude etc. Die Laufzeit steht in Abhängigkeit zur Kredithöhe, der Zahlungsfähigkeit, der Zinsen u.v.m. Je länger die Laufzeit, desto teurer wird ein Kredit jedoch, da die Zinsen über einen längeren Zeitraum gezahlt werden müssen.

Was ist eine Hausbank?

Die Hausbank ist die Bank, bei der man den Großteil seiner Bankgeschäfte abwickelt. Sie sollte bei einer Existenzgründung genauestens ausgewählt werden, denn bei ihr hat man in der Regel nicht nur sein Geschäftskonto, sondern erhält auch von ihr Kredite und/oder beantragt über sie Fördermittel. Neben guten Konditionen ist daher vor allem ein vertrauensvolles Verhältnis wichtig, denn die Beziehung zur Hausbank ist auf eine langfristige Zusammenarbeit hin angelegt.

 

Was ist eine Bürgschaft?

Die Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Kreditgeber (Bank, Sparkasse etc.) und einem Bürgen (Privatperson oder Bürgschaftsbank), der sich verpflichtet, im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers (Schuldner) für diesen zu haften.

Was ist der Unterschied zwischen selbstschuldnerischen Bürgschaft und der Ausfallbürgschaft?

Selbstschuldnerische Bürgschaften werden in der Regel bei privaten Bürgen vereinbart. Die Bank kann an diesen herantreten, auch wenn das Unternehmen noch zahlungsfähig sein sollte. Bei einer Ausfallbürgschaft wird tritt die Haftung erst bei Nachweis der Zahlungsunfähigkeit ein.

Was kostet eine Bürgschaft bei einer Bürgschaftsbank?

Bürgschaftsbanken erheben in der Regel eine einmalige Bearbeitungsgebühr und ein Entgelt, das sich in Abhängigkeit zu dem verbürgten Betrag ergibt.

Was passiert, wenn eine Bürgschaftsbank für mich gehaftet hat?

Nach Inanspruchnahme einer Bürgschaft durch eine Bürgschaftsbank gegenüber einem Kreditinstitut muss man die Kreditrückzahlungen nun an die Bürgschaftsbank leisten. Die Rückzahlungsbedingungen werden mit dieser über die Hausbank ausgehandelt.

Welche Sicherheiten werden von den Banken bei einer Existenzgründung anerkannt?

Banken und Sparkassen gewähren nur Kredite, wenn sie sicher sein können, dass sie das Geld auch zurückerhalten. Als Sicherheit gilt dabei nicht nur eigenes Kapital, das Die Gründerin/der Gründer mitbringt, sondern auch

  • fachliche und betriebswirtschaftliche Qualifikationen,
  • ein erfolgsversprechender Businessplan,
  • ein guter Finanzplan
  • und die sogenannten banküblichen Sicherheiten.

Was sind bankübliche Sicherheiten?

Mit den banküblichen Sicherheiten überträgt man für den Fall der Zahlungsunfähigkeit Teile seines Vermögens bzw. bestimmte Rechte daran an den Kreditgeber. Dazu gehören z. B.

  • Bankguthaben
  • Lebensversicherungen
  • Grundpfandrechte (Grundschuld/Hypothek)
  • Wertpapiere
  • Bürgschaften
  • Warenlager
  • Geschäftsausstattung
  • Maschinen
  • Fuhrpark

Was ist das Rating?

Gründer_innen, die von einem Kreditinstitut ein Darlehen erhalten wollen, müssen sich einem Rating unterziehen. Es ist die Beurteilung der zu erwartenden wirtschaftlichen Fähigkeit des Kreditnehmers, vor allem die Einschätzung des fristgerechten Nachkommens seiner Zahlungsverpflichtungen, also ein Gutachten über seine Kreditwürdigkeit (Bonität). Die Zinsen des Kredits richten sich im Anschluss nach der Höhe des Risikos für den Kreditgeber.

Da man bei einer Existenzgründung noch keine Jahresbilanzen vorweisen kann, ist es um so wichtiger, neben fachlichen und kaufmännischen Kompetenzen einen gut ausgearbeiteten Businessplan vorweisen zu können.

Wie bereitet man sich als Gründer_in am besten auf das Bankgespräch vor?

Beim Bankgespräch ist es wichtig, selbstbewusst aufzutreten und vor allem zu überzeugen. Zur Vorbereitung gehört in jedem Fall ein gut ausgearbeiteter Businessplan (in Kurzform) und überzeugende Argumente. Gründungsberatungen wie Pro Social Business können Ihnen dabei helfen und Sie zur Unterstützung auch persönlich zum Gespräch begleiten.

Es empfiehlt sich, folgende Unterlagen zu einem Bankgespräch mitzunehmen:

  • Lebenslauf
  • Zeugnisse
  • Businessplan
  • Umsatz- und Kostenplan
  • Verträge (Miet-, Pacht, Leasing-, Franchise-Verträge u. ä.)
  • Nachweis über Eigenkapital
  • Liquiditätsplan
  • Rentabilitätsvorschau
  • Aufstellung der Sicherheiten
  • Kapitaldienstberechnung/Tilgungsplan
  • Gegebenenfalls Nachweis über eine Gründungsberatung

Was ist ein Mikrokredit?

Ein Mikrokredit ist ein Darlehen über einen vergleichsweise geringen Betrag, der vor allem kleinen Unternehmen oder Gründungen hilft, anstehende Investitionen zu tätigen oder Liquiditätsengpässe zu überwinden. Entwickelt von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gab es diese Form der Mikrofinanzierung vornehmlich für kleine Unternehmensgründungen in Entwicklungsländern. Mittlerweile gibt es sie weltweit.

Der Mikrokreditfonds Deutschland mit „Mein Mikrokredit“ wird z. B. vom Europäischen Sozialfonds und dem Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) getragen. Der Höchstbetrag des Mikrokredits liegt bei 20.000 Euro bei einer maximalen Laufzeit von drei Jahren.

Für wen eignet sich ein Mikrokredit?

Wer sich bei der Gründung oder Entwicklung eines kleineren Unternehmens nur eine geringe Summe Geld leihen möchte oder den Banken keine üblichen Sicherheiten bieten kann, für den kann ein Mikrokredit eine sinnvolle Alternative bieten.

Wie erhalte ich einen Mikrokredit?

Möchte man einen Mikrokredit des Mikrokreditfonds Deutschland beantragen, geht man nicht zu einer Bank oder Sparkasse, sondern wendet sich an eines der derzeit etwa dreißig geprüften und akkreditierten Mikrofinanzinstitute. In Baden-Württemberg ist dies z. B. MONEX-Mikrofinanzierung Baden-Württemberg e.V. – der EU-zertifizierte Mikrofinanzdienstleister für Gründungen und kleine Unternehmen.

Die Mikrofinanzinstitute zeichnen sich vor allem durch die intensive persönliche Betreuung aus. Im Gegensatz zu anderen Finanzinstituten akzeptieren sie meist auch Referenzen und kleine Einzelbürgschaften aus dem persönlichen Umfeld des Kreditnehmers. Kreditvermittlung und Betreuung während der Laufzeit sind kostenlos. Häufig werden darüber hinaus Zusatzleistungen wie Monitoring oder Krisenberatung angeboten.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding, was auf Deutsch so viel wie „Schwarmfinanzierung“ heißt, ist das Einsammeln von Spenden von der Online-Community, vor allem zur Realisierung von innovativen oder kreativen Projekten. Dabei handelt es sich um eher kleinere Geldsummen. Als Gegenleistung erhalten die Geldgeber meist projektbezogene Sachwerte oder sie spenden aus rein ideellen Gründen.

Was ist der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting?

Da der Begriff Crowdfunding bekannter ist, wird er fälschlicherweise auf manchen Plattformen auch auf das Crowdinvesting angewendet, doch beim Crowdinvesting erhalten die Geldgeber im Gegensatz zum Crowdfunding eine stille Beteiligung am Unternehmen oder Anteile am Gewinn. Daher ist beim Crowdinvesting auch das Einsammeln größerer Geldmengen möglich.

Eignet sich Crowdfunding bzw. Crowdinvesting zur Unternehmensgründung?

Das Crowdfunding eignet sich eher für kleinere kreative oder innovative Einzelprojekte und weniger für große Investitionen einer Unternehmensgründung.

Das Crowdinvesting ist vor allem für Start-ups und junge Unternehmen interessant. Diese können auf diese Weise nicht nur finanzielle Starthilfe erwarten, sondern vor allem erst einmal testen, ob ihr Unternehmenskonzept von der Crowd auch angenommen wird.

Wie funktioniert Crowdfunding bzw. Crowdinvesting?

Um Gelder von der Crowd zu erhalten, muss man sich auf eine der zahlreichen Crowdfunding- bzw. Crowdinvesting-Plattformen registrieren und sein Unternehmenskonzept innerhalb einer Crowdfunding-/Crowdinvesting-Kampagne vorstellen. Jede Plattform hat dabei ihre eigenen Regeln bzw. Vorgehensweise. Teilweise sind die Plattformen branchenspezifisch und/oder regional.

Beispiele Crowdfunding-Plattformen

Beispiele Crowdinvesting-Plattformen

Was ist Crowdlending?

Crowdlending, oder auch Lending-based-Crowdfunding genannt, bezeichnet die Vermittlung von privaten Krediten über das Internet. Die Geldgeber sind Privatpersonen, die mit ihrem Darlehen eine andere Privatperson oder ein Unternehmen unterstützen. Diese Form der Finanzierung eignet sich für Personen mit geringen Aussichten auf einen Bank-Kredit. Die Zinsen sind meist etwas höher als Bankzinsen, die Vermittlung der Kredite über die Plattformen kostet eine Gebühr.

Beispiele Crowdlending-Plattformen:

Mehr Informationen über Cowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending sowie eine umfangreiche Liste der jeweiligen Plattformen unter: LINK hier stehen lassen www.crowdfunding.de.

Was ist Leasing?

Leasing ist die Vermietung von Gegenständen, für die man eine Gebühr, die Leasingrate, zahlt. Meist denkt man bei Leasing an Autos, man kann jedoch auch Maschinen, Büroeinrichtung oder etwa Produktionsanlagen leasen. Ein Leasing-Vertrag hat meist eine gewisse Mindestlaufzeit. Die Leasingraten orientieren sich an den Anschaffungskosten und beinhalten zusätzlich einen Zins, so dass die gesamte Kostenbelastung höher ist als beim Kauf. Der Vorteil liegt eher in der momentanen Schonung der Liquidität.

Wie kann ich Leasing für die Finanzierung meiner Existenzgründung nutzen?

Leasing stellt für viele Unternehmen eine Finanzierungsalternative dar. Vor allem bei der Gründung kann man dadurch erst einmal seinen Kapitalbedarf verringern und so die Liquidität des Unternehmens schonen. Die Leasingraten können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Ist Leasing bei der Existenzgründung günstiger als ein Kredit?

Ob die Beschaffung von Gütern per Kredit oder per Leasing günstiger ist, kommt auf viele Faktoren an. Die Berechnung und Gegenüberstellung der beiden Möglichkeiten ist nicht einfach. Hier können Experten wie Pro Social Business, der Leasingfachmann oder der Steuerberater helfen.

Was ist Factoring?

Factoring ist eine Art der Unternehmensfinanzierung, bei der das Unternehmen seine Forderungen gegenüber seinen Kunden, z. B. aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen, an ein Factoring-Institut verkauft. So wandelt das Unternehmen diese Forderungen (Außenstände) sofort in Liquidität um. Da diese mit den steigenden Umsätzen mitwächst, bezeichnet man das Factoring als umsatzkongruente Finanzierungsform.

Da das Factoring-Institut das Ausfallrisiko innerhalb eines verhandelten Limits übernimmt (Delkredereabsicherung), stellt das Factoring zudem einen gewissen Schutz vor Forderungsausfällen dar. Das Institut kann auch die gesamte Übernahme des Forderungsmanagements inklusive Mahn- und Inkassowesen beinhalten. Es übernimmt zudem die Prüfung der Bonität der Abnehmer (Debitoren).

Welche Vorteile bietet das Factoring einem Unternehmen?

  • Verbesserte Liquidität
  • Stärkung der Position gegenüber Hausbank und Lieferanten
  • keine Belastung mehr durch Zahlungsverzug oder –ausfälle seitens der Kunden
  • Einsparungen beim Einkauf aufgrund der Nutzungsmöglichkeit von Skonti und Rabatten
  • Entlastung beim Debitorenmanagement
  • Bonitätskontrolle der Debitoren

Was kostet Factoring?

Die Kosten für das Factoring setzen sich zusammen aus einer Factoring- und einer Finanzierungsgebühr. Die Höhe der Factoring-Kosten hängt insgesamt von vielen Faktoren ab, wie z. B. von Branche, Umsatz oder Debitorenbestand. Die Factoring-Gebühre enthält die Services wie etwa die Übernahme des Ausfallrisikos oder das Debitorenmanagement. Die Finanzierungsgebühr orientiert sich meist an den aktuellen Kontokorrentkosten.

Mehr Informationen zum Thema Factoring beim Deutschen Factoring Verband unter www.factoring.de.